Ich habe auf dieser Webseite bereits in der Vergangenheit meine Gründe genannt, BAUCHTENSCHEIDUNG zu schreiben: Ich war selbst als Teenager Mutter und bin seit langem über das Bild junger Eltern in den Medien frustriert.

Zu häufig werden junge Eltern – und insbesondere junge Mütter – dargestellt, als würden sie Babys bekommen, „nur“ um Sozialhilfe zu beziehen, vom Geld hart arbeitender Steuerzahler zu leben und faul auf ihren Hintern zu sitzen. Zu häufig sind fiktive Teenager-Eltern selbstsüchtig und schwach, bekommen Kinder und überlassen diese dann geduldigen Verwandten.

Gleichzeitig werden Frauen und Mädchen, die abtreiben, auch häufig als selbstsüchtig, ja sogar herzlos, in den Medien dargestellt: Es scheint, sie würden ihre Babys „ermorden“, weil diese nicht zu ihrem Lebensstil passen und offenbar nutzen sie sogar Abtreibung als Verhütungsmittel, weil ihnen vorbeugende Maßnahmen „zu aufwendig“ sind.

Also welche Darstellung ist nun richtig? Natürlich keine von beiden. Das Leben ist sehr viel komplizierter! Das Obengenannte ähnelt nicht einmal ansatzweise meiner eigenen Erfahrung einer Teenager-Schwangerschaft sowie als junge Mutter und auch nicht den Erfahrungen meiner Zeitgenossinnen, die das gleiche durchgemacht haben. Ebenso wenig fiel keiner der Frauen – über die Jahre mehrere hundert – mit denen ich über Abtreibung geredet habe, die Entscheidung leicht. Es sind schlicht altmodische Ansichten und faule Stereotypen.

BAUCHENTSCHEIDUNG ist keine Autobiographie. Ich wollte nicht einfach ein Buch schreiben, das wahrheitsgetreu darstellt, was es heißt, als Teenager schwanger zu sein. Ich wollte ein Buch schreiben, in dem das Recht einer jungen Frau, eine Entscheidung zu treffen, selbstverständlich ist. Das bedeutete, dass ich das Thema Abtreibung detailgetreu mit einbeziehen musste. Zu viele Geschichten über Teenager-Schwangerschaften beschönigen Abtreibungen oder – noch schlimmer – behaupten, dass alle Teenager, die abtreiben, ihre Entscheidung bereuen oder davon „gezeichnet“ sind.

Ich bin überzeugt, dass es das Recht jeder Frau ist, eine Entscheidung zu treffen, unabhängig von ihrem Alter. Das ist der Grund, aus dem ich BAUCHENTSCHEIDUNG geschrieben habe. Wenn du möchtest, dass Deine Leser an deine Geschichte glauben, musst Du selbst von dessen Botschaft überzeugt sein. Es ist das Mindeste, das Du tun musst, wenn Du Dir vornimmst, einen Roman zu schreiben. Was gibt es sonst zu tun?

NÄCHSTES MAL:

# 2 Das Pitch

# 3 Beschreibung und Charakter

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BIO: Matthias Fischer, aus Berlin stammend, studierte Geschichte, Japanologie und Drehbuch. Er lebt und arbeitet in London.

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One Response to Das Schreiben von BAUCHTENSCHEIDUNG # 1: Warum diese Story?

  1. […] 1 Seite). Dieser Teil ist am besten als Beweggrund für das Schreiben der Story zu verstehen – so wie mein letzter Blog-Eintrag. Bedenke: Wenn du nicht selbst an die Botschaft Deiner Geschichte glaubst, werden es Deine Leser […]

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